DoKomi 2012: Erlebnisbericht

Es wird Zeit für den DoKomi Erlebnisbericht!

Um 3:30 Uhr war am Samstag die Nacht vorbei, es gab noch einiges zu erledigen und 4 Stunden fahrt inkl. dem Einsammeln von TMSIDR und Oldsql stand noch auf dem Plan, bevor wir bei der DoKomi ankommen sollten. Immerhin war die Fahrt ganz entspannt, denn auf den Autobahnen war trotz Pfingstwochenende nichts los, was vllt. auch an der Uhrzeit lag.

Um 10 Uhr kamen wir an, jedoch nicht am Freien Christlichen Gymnasium Düsseldorf, sondern am Congress Centrum Düsseldorf, der neuen Location der DoKomi. Das Parken ging schon mal gut, es gab ausreichend Parkplätze direkt an der Location. Die Parkplätze waren zwar nicht Kostenlos aber mit 8€ als Tagesgebühr auch nicht sonderlich teuer, erst recht nicht wenn man nicht alleine unterwegs ist im Auto. Vom öffentlichen Nahverkehr her hielt zu mindestens direkt vor dem Congress Centrum in regelmäßigen Abständen ein Bus und hat einen auch zu einer U-Bahn Haltestelle gebracht. Der Flughafen war auch fast nebenan. Verkehrstechnisch und Parktechnisch also keine Probleme. Das sollte man aber auch von einem Messegelände samt Congress Centrum erwarten dürfen.

Klasse war das Wetter, nur am Sonntag war es am Vormittag etwas bewölkt, was sich aber schnell wieder auflöste so dass bestes Sommer Wetter war, besser hätte es gar nicht sein können. Das hat wohl vor allem die Regen und niedrigere Temperaturen geplagte Besucher von Hanami und Animuc gefreut. Nachteil dabei, das Trinken was im Auto lagerte hat sich natürlich entsprechend aufgeheizt.

An der neuen Location erwartete uns dann eine nicht zu verachtende Schlange an Leute die sich an der Tageskasse ein Ticket kaufe wollten oder sich ihr Ticket haben nicht zuschicken lassen. Da wir unsere Tickets hatten bzw. an die Info mussten für die Pressetickets, kann ich nun nicht sagen wie lange man in der Schlange stand aber was ich mitbekommen habe, ging es ungefähr so schnell wie bei der letzten DoKomi. Was die Tickets anbelangt, hat man hier dieses Jahr Änderungen durchgeführt, die Tickets kamen mit Strichcode daher der beim betreten der Con gescannt wurde. Eigentlich ja ganz logisch, man möchte wissen wie viele Leute gleichzeitig im Congress Centrum sind. Komisch war am Samstag nur, dass nur beim Eingang, jedoch nicht beim Ausgang gescannt wurde, was dann aber Sonntag der Fall war.

Zudem kann man positiv anmerken, dass die DoKomi ihre Tore höchstens mit etwas Verspätung geöffnet haben kann, jedenfalls gut im Zeitplan war und somit flotter auf hatte als 2011.

Aus unerklärlichen Gründen habe ich es total vergessen Fotos von der Rhein Promenade und dem Nordpark zu machen. Jedenfalls war einer der großen Vorteile der neuen Location die, dass es in der Umgebung wesentlich mehr Grün gab als bei der bisherigen Location. Ob nun Rhein, die dazugehörige Promenade oder der angrenzende Nordpark samt japanischen Garten, es waren genug Grünflächen vorhanden. Allerdings waren somit auch die bedenken groß, denn wer schon mal auf einer Con war, weiß was Congänger für Schmutzfinken sind, da wird der Müll liegen gelassen und teils ohne Rücksicht auf Verluste für das perfekte Foto durch Blumenbete o.ä. gelatscht. Doch am Samstag dann etwas die Überraschung, der Park und der japansichen Garten war ziemlich leer. Klar, im japanischen Garten war natürlich was los aber wohl wesentlich weniger aus befürchtet. Die meisten Besucher waren direkt am Congress Centrum oder gegenüber bei der Rhein Promenade anzutreffen. Sonntag hat es sich dann anscheinend etwas mehr herumgesprochen, dass es den Nordpark gibt, so dass am Sonntag dort mehr los war. Sollte es bei der Location bleiben, wird es sich aber wohl nächstes Jahr dann gleich eine Ecke mehr Richtung Park verlagern.

Was auffiel war, dass man kaum Mülleimer antraf, so dass der Müll erst recht auf der Straße und den Wegen landete. Im Endeffekt sind es die Besucher die sich hier an ihre Nase fassen müssen und für Ordnung zu sorgen haben aber Müllbeutel Aufhängen bzw. Mülleimer aufstellen hilft immer.

Doch nun erst mal einen Blick in die Location werfen:

Los geht es mit dem Eingangsbereich, hier gab es die Kasse, die Information, Garderobe und Umkleide. Erst vor der Tresse bzw. den Rolltreppen war dann die Ticket Kontrolle, bei der wie bereits erwähnt der Strichcode gescannt wurde. Mehr kann man hierzu eigentlich auch nicht sagen.

Ging man die Treppe hinauf, landete man direkt im Händlerraum. Für die Händler wohl die beste Position die sie haben können. Nachteil, im laufe des Samstag hat sich dieser Bereich doch ziemlich aufgeheizt, was man immer mitbekommen hatte, da man ja hier durch musste. Platz war aber eigentlich genug, klar es war teilweise eng aber man kam durch. Einzig etwas suboptimal platziert war die Xbox 360 mit Kinect und Dance Central von GameStop.

Ja, die Händler. Erstmal war es sehr erfreulich die ehrlichen Händler wie z.B. Kingplayer, MangaBox, Takagi und Figuya entdeckt zu haben und noch viel erfreulicher einen gewissen Händler mit Orangen Regalen nicht entdeckt zu haben. Zu mindestens nicht auf der Con aber in der unmittelbaren Umgebung leider.

Natürlich haben sie auch Werbung gemacht für ihren Stand wo man mit Gratis Poster oder Butto gelockt hat. Sehr sehr schade, dass ein Händler es so versucht, wenn er schon nicht bei der Con selbst im Händlerraum sein darf.

Doch damit war die Con selbst nicht gleich Plagiat frei, so habe ich z.B. Oppai Mauspads gesehen die nicht original waren. Hier muss man im Endeffekt einfach zu gute halten, dass die Orga sich schon mit dem Thema Fälschungen auseinandersetzt, wenn auch nicht mit 100%igen Erfolg aber so ist das schon wesentlich besser als wenn man sich nicht damit auseinandersetzt.

Auch vertreten war übrigens Nissin, welche versucht haben ihre Ramen und Soba Produkte an den Besucher zu bringen, wo man vor allem am Sonntag nicht meckern konnte über die Preise. Natürlich viel besser war die Tatsache, dass man Pröbchen probieren konnte und auch stellenweise fertige Cup Ramen erwerben konnte.

Verlies man den Händlerbereich und ging Richtung Bühnenraum, also den Festsaal, kam man vorbei an Bring & Buy, dem TCG/Go Bereich, dem Catering und der Foto- und J-Culture Ecke. Einmal un den Festsaal herum gegangen landete man bei den Fanständen, dem zweiten Workshop Raum, dem Karaoke Raum und dem Con Büro.

Beim Bring & Buy gab es dann wohl eine Panne, so dass es dort erst ziemlich spät los ging und entsprechend lang die Schlange derer war, die was beim Bring & Buy verkaufen wollten. Es fehlten wohl die Sticker zum markieren und bezeichnen der Artikel. Ich wollte eigentlich auch den Bring & Buy nutzen um was zu verkaufen aber die lange Schlange hat mich dann davon abgehalten. Beim schauen dann immer wieder das selbe Problem, es drängen sich immer so viele direkt vor den Tischen, so dass man nicht dazu kommt in ruhe zu schauen aber das ist typisch Bring & Buy und nichts was man der DoKomi negativ an lasten kann.

Da ich nicht im  TCG/Go Bereich war, mache ich mit dem Catering weiter. Hier ergibt sich das typische Problem einer solchen Location, es gibt einen festen Caterer der genutzt werden muss und der dann auf dem Gelände die Catering Rechte hat. Also keine Essensstände wie die letzten Jahre. Weiterer Nachteile eines solchen Catering sind meist die Preise, vor allem für Getränke und die Auswahl an Speisen, wo sich schätzungsweise auch dieses Jahr nichts japanisches gefunden haben wird.

Zu der Foto- und J-Culture Ecke kann ich leider auch nichts sagen, so wie auch zu den Workshops, das Bootleg Panel hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, und dem Karaoke Raum. Bei den Fanständen handelte es sich, was ich gesehen habe, vor allem um Zeichner Stände, Vereins Stände und Stände anderer Cons.

Auf das Programm des Festsaales gehe ich später noch ein aber da dieser sich auch im ersten Obergeschoss befand, wollte ich ihn hier bereits schon mal erwähnen. Der Saal sah sehr modern aus und konnte und wurde auch klimatisiert.

Da meine Kompakte beim Ball total versagt hat, muss nun das Foto der DoKomi Seite zum Saal herhalten. Der Saal war echt cool und auch sehr groß. Auch hier gab es Klimatisierung, welche man, wie ich finde, sogar etwas zu stark genutzt hat.

Schlussendlich gab es dann noch ein zweites Obergeschoss wo sich der Gamesroom, das Maid Café und das Host Café befand. Vor allem die Cafés waren wohl sehr gut besucht, selbst war ich jedoch nicht drinnen. Im Gamesroom waren wir aber und haben etwas mit der Pistole virtuell herumgeballert.

Dann wird es jetzt hier an dieser Stelle Zeit für ein Fazit zur neuen Location. Nach dem Platzmangel letztes Jahr, gab es dieses Jahr genug Platz und obwohl alles wesentlich größer war, wirkte es im Congress Centrum für mich weniger verwinkelt als noch in der Schule. Musste man bei der Schule noch Kompromisse treffen für die Verteilung der Bereiche, konnte man im Congress Centrum die Bereiche gut abgrenzen. Allerdings wirkte es dieses Jahr, geht man von der Verteilung der Besucher aus, alles auseinandergerissener. Das dürfte aber an der Besonderheit vom letzten Jahr liegen, wo für die Location viel zu viele Besucher da waren und sich auf dem Gelände der Schule tummelten. Als Nachteile könnte man nennen, dass es für Autofahrer in unmittelbarer Nähe keine kostenlosen Parkmöglichkeiten gibt und das man mit der Location an einen Caterer gebunden ist und sich in der unmittelbaren nähe auch keine Supermärkte, Imbisse oder Fast Food Tempel befinden. Ich würde sagen, der Wechsel von der Schule zum Congress Centrum war eine gute Entscheidung und mit der neuen Location ist man für die nächsten Jahre gewappnet denn die Location bietet noch einige zusätzliche Räumlichkeiten. Was der DoKomi in den Weg stehen könnte, wenn man irgendwann den Rest des Congress Centrums modernisieren will. Ein Location Wechsel war notwendig, das kann man nicht abstreiten. Ob es allerdings noch alternative Locations gegeben hätte, weiß ich nicht.

Mit dem Locationwechsel kamen auch höhere Preise daher, jedoch keine Preise die übertrieben wären. Klar, die DoKomi ist nun nicht mehr das Schnäppchen wie die letzten Jahre aber auch keine teure Con geworden.

Nachdem nun die Location abgehandelt ist, geht es weiter mit dem Programm im Festsaal, dass ich mitverfolgt habe. Angefangen hat das mit der Eröffnung, welche sehr pünktlich begann. Wie das so ist, wurden die Besucher willkommen geheißen und dann durften der Vize Konsul und der Vorsitzende der deutsch-japanischen Gesellschaft am Niederrhein das Wort ergreifen. Anschließend haben die Maids vom Maid Café einen Tanz aufgeführt und Shiroku das erste FMA:B Opening auf japanisch zum besten gegeben. Es wurden nochmal wichtige Programmpunkte genannt und die Workshops aufgezählt und dann war die Eröffnungsveranstaltung auch zu ende. Im Anschluss haben die Taiko Kids gezeigt was sie so drauf haben.

GenesiS, Shiroku und den Eurocosplay Wettbewerb habe ich nicht mitverfolgt, entsprechend kann ich beim Eurocosplay auch nicht sagen, wer gewonnen hat.

Allerdings haben Waifu/meine Freundin und ich uns Tsuki no Senshi mit ihren Stück zu “Das letzte Einhorn” angeschaut. Das ist das erste mal, dass ich mir eine Showgruppe komplett angeschaut habe und bereut habe ich es in diesem Fall auch kein Stück. Klar, es gab ja die Vorlage aber ich war trotzdem fasziniert wie TnS das umgesetzt hat als Bühnenstück, die Kleider, die Tänze, die Dialoge und Schauspielerische Leistung, wie man mit möglichst einfachen Mitteln auskam, einfach alles hat mich ziemlich fasziniert und ich war die eine Stunde lang doch gefesselt. Die Technik hat auch gut mitgespielt, nur beim König ging 2x am Ende das Mikro nicht. Einzig eine Sache könnte man noch anpassen, einen Erzähler einbauen, denn wenn man “Das letzte Einhorn” nicht kennt, waren die Übergänge wohl nicht immer ganz nachvollziehbar vom Story Verlauf her. Ansonsten kann ich es nur empfehlen, sich TnS mal anzuschauen.

Nur kurz reingeschaut haben wir bei der Charakterversteigerung. Ich weiß noch, dass letztes Jahr bei dem was ich gesehen habe nicht viel geboten wurde für die Personen die sich versteigern ließen, das war dieses Jahr wohl komplett anders, so wurden 6 Maids aus dem Maid Café für 210€ versteigert oder TnS Mitglieder, wenn ich mich noch recht erinnere, für 160€. So kamen insgesamt über 1000€ zusammen, welche einem guten Zweck zugeführt wurden. Die TnS Mitglieder die sich versteigern ließen mussten in den 2 Stunden z.B. dann ein Interview geben, also nichts schlimmes.

Den DCM Vorentscheid habe ich auch nicht mitverfolgt, dort wird man aber ausreichend mit den Ergebnissen und Videos versorgt, entsprechend hier dann nun eins der vielen DCM Videos:

Beim warten auf die Siegerehrung für die Wettbewerbe und die anschließende Abschlussveranstaltung haben wir uns noch ein paar Lieder von Suika angehört, welche Vocaloid und Anime Songs auf Deutsch singt. Bei den Anime Songs waren z.B. AnoHana, AnoNatsu und Guilty Crown dabei. Es klang nicht schlecht, das kann ich beruhigt sagen.

Bei der Siegerehrung der Wettbewerbe ging es um Wettbewerbe wie Cosplayvideo, was man hier sehen kann:

Dazu sage ich nun einfach mal “Melone!” und dass dies leider nicht die Con Version ist, in der die Musik aus Panty & Stocking stammte.

Es gab die Siegerehrung für den J-Fashion Contest in den Kategorien Visual Kei und Gothic Lolita, wie man auf den letzten 2 Fotos sehen kann. Dann wurde noch das beste Anime-Related Gesellschaftsspiel gekürt, eine Mischung aus Monopoly und Activity, wenn ich mich gerade nicht irre. Fehlen darf auch nicht der Coyplay Wettbewerb. Hier die Gewinner Videos der 5 Kategorien sowie das Best Overall:

Best Fun

Best Horror

Best Epic

Best Emotional

Best MEP

Best Overall

Am besten gefallen haben mir das Best Fun und Best Emotional AMV, das Best Horror und Best Overall sind auch gut. Das MEP konnte mich aber kein Stück überzeugen und auch wenn das Best Epic von einer 15 Jährigen gemacht wurden ist und dafür gut ist, fehlte mir da einfach das Epische. Insgesamt kann man aber nicht meckern und es war abwechslungsreich durch die Kategorien, das fehlte der Connichi letztes Jahr etwas, wodurch es viele Dance AMVs dachte und dadurch so manche Szene sehr oft zu sehen war. Achja, falls mir wer den Namen des Anime im Best Overall AMV nennen könnte wäre ich dankbar!

Wie es auf jeder Con der Fall ist, hat auch die DoKomi mal ein Ende und somit kam dann die Abschlussveranstaltung. Hier konnten dann die Orgas und Bereichsleiter das Wort ergreifen, sich bedanken bei ihren Helfern und ihre Ideen nochmal Revue passieren lassen. Bis auf die Tatsache, dass die Bereichsleiter teilweise die Namen ihrer Helfer vergessen haben, lief das dann auch alles gut ab und zum Schluss gab es dann noch eine sehr nette Idee für die Credits um nochmal allen Helfern und Sponsoren zu danken.

Während die Credits liefen durften zwei Besucher Pong spielen doch man hat es ihnen nicht leicht gemacht mir allerlei Verzerrungen und Effekten. Sehr nette Idee.

Damit ist dann nun auch Zeit für das Fazit zum Festsaal. Sehr gut war schon mal, dass es dank der Klimatisierung immer angenehm im Festsaal war, es ,von dem was ich mitbekommen habe keine, sonderlich großen Verschiebungen gab und die Technik bis auf die 2 Fehler bei TnS gute funktionierte. Hier hat man einen guten Job gemacht wie ich fand. Über die Moderation konnte ich mich auch nicht beschweren und zu klein dimensioniert war der Festsaal nicht. Was wohl vor allem für die Auftretenden ein Problem sein könnte ist die Tatsache, dass die Bühne nicht die größte ist und keine Vorhänge o.ä. bietet wie man es von Connichi und AnimagiC kennt.

Vllt. erkennt man es ja irgendwie auf diesen “tollen” Foto, es geht nun um den Cosplayball. Zu erst muss ich sagen, dass Waifu/meine Freundin und ich nicht zur Eröffnung da waren, allerdings sollte es ursprünglich auch um 20 Uhr losgehen und bereits am späteren Nachmittag wurde bekannt, dass es eine halbstündige Verspätung geben wird. Auch wenn Verspätungen nie gut sind, so hat man sie vorher angekündigt und eine halbe Stunde ist ja dann doch nur die Hälfte vom letzten Jahr. Wie viel Verspätung es dann aber war, kann ich wie gesagt nicht sagen. Wir trafen um ca. halb 10 ein und mussten beim Eingang unseren Perso vorzeigen. Ich weiß, das rührt vom Jugendschutzgesetz her aber Cosplayer erkennt man doch sowieso nicht anhand ihres Persos. Am lustigsten ist hier wohl, dass auch die Yip-Yips kontrolliert wurden, welche sich auch auf dem Ball befanden. Ich finde sie ja lustig und das Tanzen was sie gemacht haben sah auch lustig aus aber betrachtet man den Dresscode, so war das dann doch nicht so passend. Ansonsten war der größte Teil aber schon Ball tauglich.

Der Cosplayball war neben der neuen Location das, wo ich am meisten drauf gespannt war, schließlich war der Cosplayball letztes Jahr ein ziemlicher Reinfall. Ich wurde nicht negativ überrascht. Der Raum war schön, es war ordentlich Platz zum Tanzen, was auch viele gemacht haben und ganz wichtig ist, die Musik war von der Herkunft und dem Stil her passend. Es war Anime/Games Musik und nicht nur irgendwelche komische Walzer Musik doch auch dieses Jahr war viel Walzer dabei, was natürlich auch zu einem Ball passt aber auch die Möglichkeit Disco Fox, Tango oder Cha-Cha-Cha zu Tanzen war gegeben. Waifu/meine Freundin und ich haben einen Schunkel Walzer zu “Last Unicorn” getanzt. Der diesjährige Cosplayball war auf jeden Fall besser als der letztjährige! Das war aber auch das, was dringen nötig war, denn nochmal hätte man sich das nicht leisten können. Ganz Perfekt war er jedoch nicht, so war die Musik zu großen Teilen zu leise wie ich fand, im hinteren Bereich hat man teilweise den Takt nicht mehr gehört und auch hier haben die Catering Preise zugeschlagen. Es gab Cocktails, welche wohl nicht besonders waren und Softdrinks die mit 2,80€ für eine 0,2l Cola alles, nur nicht günstig waren. Zu Essen gab es auch, was es gab habe ich allerdings nicht beachtet.  Auch dieses Jahr gab es Ball Königin und König und es wurden Ball Prinzessin und Prinz gewählt.

Dieses Jahr hat der Cosplayball seinen Namen verdient und hat viele Kritikpunkte des letzten Jahres beseitigt und trotz der zwei Kritikpunkte kann ich ihn nun empfehlen. Natürlich muss man sich selbst die Frage stellen, ob es einem 8€ extra wert ist. War denn einer meiner Lesern auf dem Hanami und DoKomi Bällen und kann einen kleinen Vergleich abliefern?

Ein weiteres unschönes Foto meiner Kompakten^^” Doch für 8€ kam man nicht nur zum Cosplayball, sondern auch zur J-Core Disko, welche im Anschluss stattfand. Hier legten DjKnuX und Helblinde auf. Viel kann ich allerdings nicht sagen, da wir nach den ersten zwei Songs aus DjKnuX seinem Mix uns auf den Weg in das Hotel gemacht haben. Lautstärkeprobleme gab es jedoch keine, es wirkte sehr laut ohne aber irgendwo zu übersteuern. Erwähnen will ich aber noch was DjKnuX mir am Sonntag gesagt hatte, diesmal durften die beiden zu ende spielen, was bis 2 Uhr der Fall war und das obwohl kaum noch Leute da waren. Letztes Jahr musste DjKnuX ja leider früher aufhören.

Die beiden Events der Kostenpflichtigen Abendveranstaltung waren also durchaus gelungen, auch wenn man mit Ball und J-Core natürlich 2 Seiten der Medaille verbindet, finde ich es gut dass man das macht.

Bleibt noch das Fazit und die Verbesserungsvorschläge sowie Wünsche. Fange ich mit ersteren an.

Die DoKomi konnte mich dieses Jahr überzeugen. Die neue Location war eine gute und notwendige Wahl, es war genug Platz, man hatte die Location gleich gut unter Kontrolle, der Programmablauf bei den Punkten die ich mitbekommen habe war ziemlich pünktlich und technisch gut, der Cosplayball war dieses Jahr auch wirklich ein Ball und die DJs der J-Core Disko mussten nicht frühzeitig aufhören.

Dem gegenüber stand das, z.B. beim Ball, alles andere als günstige Catering, zu leise Musik beim Ball, doch noch einige Fälschungen bei den Händlern und dem fehlen von Müllbeuteln/-tonnen im Außengelände. Das sind dann auch zugleich meine Verbesserungsvorschläge für das nächste Jahr.

Die DoKomi war jedoch ihr Geld wert und wird es auch nächstes Jahr bleiben, wenn man nicht schlechter wird.

Ich kenne keine Besucherzahlen der diesjährigen DoKomi nicht aber ich gehe davon aus, dass sie mit etwas Abstand, lässt man die Buchmessen außen vor, die dritt größte Con hinter Connichi und AnimagiC sein wird.

Meine Ideen und Wünsche für die Zukunft sind, dass man durchaus überlegen könnte aus zwei Tagen eine drei Tage Con zu machen. Bei der Größe die die DoKomi hat könnte man auch damit anfangen, Ehrengäste einzuladen und damit meine ich auch japanische Ehrengäste, welche dann für Signierstunden und Panels zur Verfügung stehen würden. Sehr schön wäre auch noch ein normaler Musikact als alternative zum Ball und der Disko. Vor allem für die Disko von Vorteil wäre wohl, wenn Ball und Disko oder in dem Falle, dass aus der DoKomi eine drei tage Con wird, an getrennten Tagen. Das Congress Centrum Düsseldorf hätte noch genug Freie Räumlichkeiten. Auch für wohl so einige Besucher wäre es interessant, wenn es neben dem Kostenpflichtigen Abendprogramm auch noch Abendprogramm geben würde, was im Preis des Tickets mit einbegriffen ist. Hier würde ich spontan ein Quiz und/oder AMV-Abend/-Nacht vorschlagen.

Ich bin jedenfalls schon gespannt auf die nächste DoKomi, auf das was man 2013 so vorhaben wird.

So, das war es dann mit meinen Erlebnisbericht zur DoKomi! In dem Sinne, Pantsu over and out!

Gepostet am by JimmPantsu in Erlebnisberichte, Pantsu im RL

20 Antwort auf DoKomi 2012: Erlebnisbericht

  1. luckydrummer

    sehr schöner Artikel, wie mans von dir gewöhnt ist ^^
    ansonsten fand ich beim Ball die Musik etwas zu leise und die Auswahl nicht so gut, dafür war sie mir zu Walzer-lastig :D (wobei ich glaube, das liegt eher daran, dass dieser Tanz halt recht einfach ist (zumindest der Grundschritt)) ansonsten gab es auch Lieder, bei denen ich (erfahrener Tänzer + Schlagzeuger) nicht wirklich rausfinden konnte, was für ein Tanz das sein sollte, dabei bin ich bei so etwas recht sicher.
    Die neue Location finde ich auch eine Verbesserung zur Alten, schon allein weil mehr Platz ist.
    Auch sehr gut fand ich, dass man mit den vorbestellten Karten direkt rein konnte und nicht wie letztes Jahr erst noch 1-2 Stunden warten musste.

    • JimmPantsu

      Alle Lieder haben mir auch nicht gefallen aber wo du sagst, du wusstest teilweise nicht was das für ein Tanz sein sollte, das hat ja manche auf der Bühne nicht gestört, die haben zu alles Walzer getanzt xD

      • luckydrummer

        stimmt auch wieder, wobei wir bei einem anderem Thema sind, das mich auch genervt hat, nämlich das sehr niedere Niveau der “Tänzer”, aber weil ich jetzt nicht über Menschn herziehen wil, die zu einem Bal gehen, obwohl sie nicht tanzen können, gehe ich nicht weiter auf das Thema ein :D

  2. Bugy

    Wieso bist du nicht ins Maid-Cafe gegangen? Wenn ich irgendwann auf so ne Convention gehen kann, wär das doch das erste was ich machen würde.^^

    • JimmPantsu

      Einerseits war ich nicht im Maid-Café, da dort immer eine Schlange war und da ich schon einmal auf der DoKomi und einmal auf der Hanami im Maid-Café war. Lockt mich jetzt nicht mehr so^^

  3. Dex

    Schöner Bericht. Ich kann vielen Punkten nur zustimmen. Mir fehlt auch ein Abendprogramm für die Besucher, die nicht unbedingt zum Cosplayball oder zur Disco später wollen. Auf der Connichi hat man noch bis spät in die Nacht ein Programm, auch wenn es dann nur noch Anime sind. Ein professionell abgehaltenes Animequiz (Nicon war da leider kein gutes Beispiel) wäre natürlich auch etwas, was ich begrüßen würde. Bei größeren Showacts habe ich eher Angst, dass der Preis zu hoch wird und der Andrang zu groß wird im Saal. Denn der Saal war schon bei Sachen wie der Charakterversteigerung verdammt voll.
    Der größte Kritikpunkt ist wirklich, dass man so ab 18 Uhr eigentlich sein eigenes Abendprogramm machen muss.

    Durftest du deine richtige Kamera nicht mit reinbringen zum Ball oder gab es da einen extra Fotografen?

    • JimmPantsu

      Leiden unter dem Quiz bei der NiCon musste ja bei uns nur Johannes, welcher immer los laufen musste xD Ok, wir haben da glaube Haushoch gewonnen^^”

      Klar, Ehrengäste und Showacts, vor allem aus Japan kosten natürlich Geld und da muss man aufpassen dass die Preise nicht explodieren aber bei der jetzigen Größe der DoKomi sollte das besser machbar sein als früher oder bei anderen kleineren Cons.

      Wo du Anime erwähnst, einen Videoraum gab es ja gar nicht auf der DoKomi.

      Ich hätte meine DSLR mitnehmen können aber die ist sehr störend wenn man tanzen will, also war nur die kompakte dabei die in der Hosentasche verschwindet^^

  4. Bugy

    Achja @Pantsu, der Anime von Best Overall heisst Otome Youkai Zakuro.

    • JimmPantsu

      Ah, danke^^

  5. Seufz

    “Da ich nicht im TCG/Go Bereich war, mache ich mit dem Catering weiter. ”

    Da haben Sie wohl den besten Stand der Con verpasst, mein Herr!

    • JimmPantsu

      Das will ich gar nicht abstreiten aber TCG und Go sind nicht meine Hobbys, daher werde ich es wohl überleben, den besten Stand der Con verpasst zu haben^^

  6. Mauz

    Wieder ein schöner Bericht.
    Ich gehe jetzt mal davon aus, das es wieder einen Extra-Eintrag zu Cosplay-fotos geben wird?

    Was mich mal interessieren würde, die Sache mit dem Essen/Trinken.
    Es musste anscheinend einen Caterer genommen werden, aber wie konnte dann man ein Maidcafé aufziehen?
    Haben die dann Sachen vom Caterer verkauft?
    Das finde ich halt bei der Nichi gut, das man umliegend nen Supermarkt und verschiedene Restaurants, Bäcker, usw. hat.

    • JimmPantsu

      Ja, Cosplay Eintrag kommt noch.

      Ich denke mal, für Maid- und Host Café hat man mit dem Betreiber/Caterer verhandelt. Da gab es schön das “typische” Maid Café Essen.

      Ja, das Kongresspalais in Kassel liegt gut eingebettet, so dass man genug in der nahen Umgebung hat. Das in Düsseldorf ist der Nachteil eines Messegeländes.

    • Hanna

      Hi,
      das Maid Café und den Host Club konnten wir betreiben, da der Caterer in dem Fall von seinem Exklusivrecht zurückgetreten ist.

      Hanna
      DoKomi – Orga

      • JimmPantsu

        Ah, nun wissen wir bescheid^^ Danke für die Antwort!

  7. Alias

    Hey, danke für den Bericht.
    Kann man eigentlich mit einer neuen Ausgabe des Pantsu Channels rechnen ? Du machst das echt verdammt gut, und die Idee ist auch Bombeninnovativ.

    Grüße

    • JimmPantsu

      Danke^^

      Bzgl. Pantsu Channel, ich schiebe das nun schon sehr lange vor mir her, will aber weitere machen. Nur versprechen kann ich nichts^^”

  8. Philip Wengel

    Kurze Korrekturanmerkung:

    Beide DJs durften bis zum Ende spielen, jedoch mit verkürzten Sets aufgrund des Mangels an Publikum und viel Überzeugungsarbeit meinerseits. ;)

    Ende der Disko war um 1:20 Morgens.

    Abgesehen davon hübscher Bericht, dich&Crew hatte ich ja auch mal kurz gesehen aber diesmal keine Zeit euch mit Gerede über Milky Holmes zu belästigen wie noch auf der LBM dank viel Arbeit wenig Zeit. :0

    MfG,

    Philip Wengel
    Organisator J-Core-Disko DoKoMi 2012

  9. Pingback: Templaworld » Das war die DoKomi 2012…

  10. Cazybunny

    Hey!
    Habe diesen Artikel bzw. die ganze Seite hier gerade durch Zufall gefunden! xD
    Auch wenn ich sehr spät dran bin will ich noch loswerden dass dieser Artikel wirklich gut geschrieben ist. Gefällt mir gut. :)
    Hast alles in schöner Sprache formuliert und passende Bilder dazu gesetzt. Da kann man alles nochmal richtig schön in Erinnerung rufen und ich kanna uch noch ein bisschen besser in den Sonntag hineinschnuppern an dem ich leider schon im Zug auf der Heimreise gesessen habe.. xD
    Danke dafür! :D
    Und freut mich zuhören dass mein AMV dir gut gefallen hat.. bin IMMERnoch baff darüber dass es nen ersten Platz bekommen hat.. :’D
    Mir ist außerdem aufgefallen dass du das “Best Shonen-ai” Video ganz vergessen hast ;)
    Bei “Best MEP” kann ich dir zustimmen… hab schon sooo viele bessere MEPs gesehen aber nunja ^^” Kann leider nicht so gut nachvollziehen was dir an “Best Epic” nicht gefallen hat? Aber naja jeder hat seinen eigenen Geschmack, richtig? ;D
    (mein Liebling war “Best Emotional” btw ^^)

    Ansonsten auch wirklich schöne Cosplaybilder. Mir hat vorallem dein Another Cosplay gut gefalle – sieht richtig klasse aus! :D

    Lg,
    Sarah

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